Lohnt sich ein BMW Hybrid Fahrzeug?

  • Hallo liebe "Hybrider" :)
    Da der ein oder andere hier sicherlich, genau wie Ihr, vor der Entscheidung steht ob 530e ja oder nein, wäre es vielleicht hilfreich, wenn Ihr mal berichtet, wie sich die Entscheidung zum "e" Modell bei euch rechnet. Was spart Ihr, wie passt das Modell in euer Streckenprofil, welche Vor- und Nachteile habt ihr entdeckt, wie realistisch sind die Reichweitenangaben etc.?


    Auch wäre vielleicht interessant, welche baulichen Maßnahmen ihr vorgenommen habt um die Stromversorgung zum Fahrzeug optimal herzustellen und ob ihr vielleicht Tipps und Tricks für andere e-Fahrer habt.


    Da in Zukunft auch bei BMW das Thema E-Mobilität starken Zuwachs gewinnen wird, bin ich mir sicher, dass die Stromer der ersten Stunde hier schon wertvolle Infos liefern können.

  • Zumindest für Selbstständige ist nun die Förderung für Elektrofahrzeuge und einige Plugin-Hybride durch, allerdings müssen die Hybride bestimmte Werte erreichen...



    Steuervorteile für Elektro-Dienstwagen und Hybridfahrzeuge
    Außerdem entlastet das Gesetz Fahrer elektrisch angetriebener Dienstwagen und Hybridfahrzeuge: Bisher mussten sie die Privatnutzung mit einem Prozent des inländischen Listenpreises pro Kalendermonat versteuern. Für E-Autos, die nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 angeschafft werden, sinkt dieser Wert nun auf 0,5 Prozent. Die Neuregelung gilt auch für extern aufladbare Hybridelektrofahrzeuge.




    Quelle: https://www.bundesrat.de/DE/pl…-pk.html?nn=4352766#top-5

  • Ich selbst kann dazu nichts sagen, aber ein Fuhrparkbetreuer sagte mir, dass sich ein BMW 530e vs. einem BMW 520d nicht betriebswirtschaftlich rechnen läßt ab 30.000 km/Jahr. Problem scheinen wohl die Verbrauchsangaben zu sein. Zwar ist der 530e wohl nur mit 2,3 l/100 km angegeben, aber der Verbrauch soll wohl deutlich darüber liegen. Prüft man bei spritmonitor.de nach, so ist der Mittelwert eher 5,2 l/100 km. Nach der Aussage des Fuhrparkbetreuers ist das bei Außendienstlern dann eher noch mehr, er gab einen Schnitt von 8,0 l/100 km an. Auch solche Werte lassen sich bei spritmonitor.de finden.


    Letztlich fehlen mir alle notwendigen Informationen um selbst eine komplette Wirtschaftlichkeitsrechnung zu machen; nach dem ca. 15 minütigen Gespräch mit dem Fuhrparkbetreuer war es für mich eher: "Absolut wirtschaftliche betrachtet nimmt man einen Diesel, wenn die Kosten allein nicht ausschlaggebend sind, und man innovativ, modern und vermeintlich umweltfreundlich sein möchte nimmt man einen Plugin-Hybrid."

  • Ich denke, es kommt viel auf das Fahrprofil an.


    Der Außendienstler, der 40000 km Autobahn im Jahr fährt, ist mit dem Diesel sicher besser dran. Bei Kurzstrecken und häufiger Lademöglichkeit sieht die Rechnung vermutlich besser für den Hybrid aus.

  • Moin,


    ein Punkt der meines Erachtens nach nicht außen vor bleiben darf ist die Wintertauglichkeit. Ich hätte sehr gerne einen 530e genommen, aber der hat nur Heckantrieb. Damit komme ich (leidvolle Erfahrung aus vielen Wintern) schon mal bei uns im Ort nicht mehr nach Hause. Als Wintersportler bin ich ohne Allrad (oder wenigstens Frontantrieb) auch eher schlecht dran, wenn es ordentlich schneit. Daher ist bei mir Allrad Pflicht und das lässt sich beim Fünfer eben nicht mir Allrad kombinieren. Leider :(


    Gruß Andreas


    PS: Mein BMW Händler hatte einen X5 mit 5000 km, absoluter Vollausstattung und in wunderbarer Farbkombi als Hybrid da stehen, aber der wäre über 20.000 € teuerer gekommen als mein 530xD und zudem wäre es das alte Modell gewesen. War keine echte Alterative, obwohl das Auto optisch sehr lecker war und wirklich leise.

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    Mein Auto ist immer sauber ...... unter dem Dreck :P Das war er

  • Ich denke, es kommt viel auf das Fahrprofil an.

    Und den Fahrer des Dienstwagens selbst... seien wir doch mal ehrlich. Den Plugin-Hyriden immer an einer Steckdose anzuschließen ist doch nervig; und als "Dienstwagen-Fahrer" ist es doch eher toll, dass ich bald weniger versteuern muss. Das Tanken zahlt aber der Arbeitgeber. Also "unterstelle" ich einfach mal, dass es gar keine Ambition gibt den Wagen zu laden. Leider finde ich gerade den Link nicht mehr; aber kürzlich habe ich einen Artikel gelesen, der sich mit Plugin-Hybriden als Dienstwagen befasst hat. Die Autoren kamen in ihrem Artikel auf Basis von Studien zu dem Schluss, das in vielen fällen die Dienstwagenfahrer auch noch mehr als einem Jahr das Ladekabel noch originalverpackt (!) im Fahrzeug hatten.


    Meine persönlich Meinung ist, Plugin-Hybrid lohnt sich, wenn ich maximal 20-30 km zur Arbeit fahre, den Wagen konsequent daheim und auf der Arbeit lade... und nur hin und wieder mal eine längere Strecke mit Verbrennung fahre.

  • Ich hab keinerlei Erfahrung mit dem 530 Hybrid, ich hab selbst einen Diesel. Nur, wenn ich mir überlege, dass der 530ie rund 250 kg mehr wiegt als der 530i und gleichzeitig nur eine Reichweite von etwa 600 Km hat, interessiert er mich nicht mehr.


    Ausserdem hätte ich bedenken, dass der Akku grad nach Ablauf der Garantiezeit über den Jordan geht. Ersatz ist teuer und nach meinen Infos hält so ein Akku nicht mehr als 500-700 Zyklen aus.


    Also warum sollte man sich sowas kaufen?

  • Kommt natürlich immer auf den Anwendungsfall an. Bisher habe ich einen i3 für die täglichen Pendeltouren und einen fetten Diesel für die 2-3x im Jahr stattfindenden Urlaubsfahrten. Der 530e deckt beide Bedarfe ab: Elektrisch, da AG und Garage mit Lademöglichkeiten versehen, den täglichen Arbeitsweg und gleichzeitig per Verbrenner die Möglichkeit weitere Touren fahren zu können.


    Wenn jetzt noch der G31 mit dem großen Speicher wie der des G20 in Kombination mit einem 6Zyl. kommen würde, wäre das für mich das perfekte Fahrzeug :)

  • Wenn jetzt noch der G31 mit dem großen Speicher wie der des G20 in Kombination mit einem 6Zyl. kommen würde, wäre das für mich das perfekte Fahrzeug :)

    Genau, dafür würde ich auch Geld ausgeben, aber das will BMW ja leider nicht haben :D

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    Mein Auto ist immer sauber ...... unter dem Dreck :P Das war er

  • Wäre ich mir nicht so sicher ;)


    Zitat

    Fröhlich unterstrich, dass er in seiner Rolle als Entwicklungschef den E-Antrieb klar bevorzugt. “Wenn es nach mir ginge, würde ich nur noch reine Elektroautos verkaufen. Dann wäre mein Leben als Entwickler viel einfacher”, sagte er. Er begründete dies mit der aufwändigen Entwicklung effizienterer Verbrennungsmotoren, für die in immer kürzeren Abständen neue gesetzliche Standards gelten würden.

    Quelle: https://ecomento.de/2018/11/28…e-elektroautos-verkaufen/


    Für alle, die es nicht wissen: Fröhlich ist der BMW Entwicklungschef. Ist wohl die Sicht aus reiner Entwickler-Sicht. Aber auf der anderen Seite auch ein Hinweis, wohin es langfristig gehen könnte.