Beiträge von Kawafred

    Hier mein Bericht über eine große Wartung an meinem 540i Baujahr 2017.


    Da mein Auto nun im neunten Jahr seiner Lebensdauer ist und ich die 120.000 km erreicht habe, wollte ich dringend die mittlerweile bekannten Schwachstellen des Kühlsystems vorsorglich überarbeiten.

    Dazu wollte ich auch wissen, wie schlimm die tatsächliche Verkokung der Ansaugbrücke ist.

    Mit dem Gedanken, falls notwendig ein Walnussschalenstrahlen zu tätigen.

    Programm war folgende Teile jetzt zu erneuern und auszutauschen:

    Wärme Management Modul.

    Mechanischer Hauptwasserpumpe.

    Ölfilter Gehäuse.

    Kunststoffstutzen am Motorblock.

    Der AusgleichsBehälter mit Verschluss habe ich schon vor zwei Monaten ersetzt, weil er porös war und Kühlmittel verloren hat.


    Ich habe nun bei der katastrophalen Hitze zwar mit einer Hebebühne, aber ohne Halle im Freien die Arbeiten angegangen.


    Ganz großer Vorteil von der Hitze ist, dass die ganzen Kunststoffteile deutlich geschmeidiger sind, weil man wahnsinnig viel schnell Verschlüsse Steckverbindungen und Kunststoffteile bewegen und Knicken muss.

    Hier habe ich es tatsächlich geschafft, nichts abzubrechen. Keine Nasen, keine Halter,stifte.


    Die Ansaugbrücke/Lade Luftkühler waren sehr sauber. Auch die Einlasskanäle sah überraschend gut aus. Die einzigsten Ablagerungen gab es ein wenig an den Ventilen, für mich war hier also kein Handlungsbedarf, was mich schon mal gefreut hat.


    Die ganzen anderen Anbauteile rauszuholen, hab ich schon als sehr anstrengend empfunden . Bei jedem Schritt habe ich ausführlich eine Fotodokumentation gemacht, damit ich nachher auch wirklich wieder jeden Halter und jeden Schlauch, jedes Kabel in der selben Position wieder zurück baue, wie ich es gelöst hatte.


    Alle Bauteile, die ich ausgetauscht habe, waren eigentlich in sehr gutem Zustand.

    Alle Kunststoffteile immer noch stabil, keine Ausbrüche, auch die Gummidichtungen waren natürlich platt gedrückt, sahen aber meiner Meinung nach gut aus.

    Hat sich’s trotzdem gelohnt?

    Ich denke schon, ich bin in der Mitte der Lebensdauer des Fahrzeugs angekommen und ich habe alles mit Original BMW Teilen ausgetauscht. Ich erhoffe mir also hier keinen Ausfall der Bauteile in den nächsten Jahren.


    Bevor ich das System wieder befüllt habe, habe ich es mit einem Druckprüfgerät unter 1,2 bar Druck gesetzt und diesen eine halbe Stunde halten lassen.

    Beide Kühlmittelkreisläufe waren von Anbeginn ohne Druckverlust und dicht.


    Befüllt habe ich dann mit einem Vakuum Gerät das ganze System erst mal in den Unterdruck gebracht und dann frisch an gemischtes Kühlmittel über das Vakuum in den Motor gesaugt.

    Danach hab ich die Entlüftung Routine angeschmissen bedeutet man muss den Warnblinker einschalten, das Abblendlicht und den Gurt am Fahrersitz einstecken. Das ganze Procedere nach Anleitung gestartet und durchgezogen.



    Beim ersten Motorlauf hat sich der Motor erst mal extrem geschüttelt, Fehlermeldungen geschmissen und wollte schon eine Nachricht an den BMW Service absenden weil ein Haufen Fehler geschmissen wurden.

    Es hörte sich nach einem mechanischen Defekt an. Und ich dachte wirklich, du hast Mist gebaut.


    Als ich mir die ganzen Fehler angeschaut hab, war klar es geht um die Drosselklappe und dann war mir auch klar, diesen Stecker hatte ich nicht mehr eingesteckt, das nachgeholt und die Fehler gelöscht. Dann lief das Auto erst mal.

    Am Samstag hatte ich dann in der Hitze das Auto noch komplett zusammengebaut und dann eine 100 km große Fahrt angetreten. Bei 35° Außentemperatur. Das Auto lief wie gewohnt keine Fehler mehr gelegt. Die Kühlwasser stände in Ordnung. Nun werde ich nach 500 km noch einmal die Bodenverkleidung abbauen und schauen, ob auch das Ölfiltergehäuse bezüglich Öl dicht ist.


    Abschließend ist zu sagen, dass von Anbeginn meine Kühler Jalousie nicht funktioniert. Es wäre für mich absolut kein Problem dies zu reparieren, aber mein Gedanke war dabei immer. Ich bin froh, wenn vorne so viel wie möglich frisch Luft auch im Winter reinkommt, weil die Motoren mittlerweile Thermisch so hoch temperiert sind. Das ist zwar für den Verbrauch gut, ist aber nichts für die Lebensdauer der Kunststoffteile.

    Zudem wechsle ich alle 10.000 km das Öl. All die Maßnahmen tragen meiner Meinung nach dazu bei, dass die Kunststoffteile doch noch in einem erstklassigen Zustand sind.


    Wenn ich das Ganze jetzt noch mal tun müsste, wäre ich natürlich mindestens doppelt so schnell. Man braucht zum Beispiel nicht wie in der Reparatur Anleitung angegeben, den Wärmetauscher vom Getriebe abbauen. Hier würde es bedeuten, dass das Getriebeöl wieder nachgefüllt werden muss mit dem Tester.

    Nach Lösen aller Halte Schraube konnte dieser weit genug weg gebogen werden, ohne den Kreislauf des Öls zu öffnen und man ist an die Halte Schrauben des Ölfilter Gehäuses drangekommen.


    Nun hoffe ich, dass das System auch dicht bleibt und sich nichts löst. Da die meisten Schrauben mit zehn Newtonmeter angezogen wurden, hatte ich Bedenken, ob das nicht zu wenig ist. Aber so stets tatsächlich in der Reparaturanweisung.


    Beste Grüße.

    Clemens

    Für das Procedere der Entlüftung ist es ebenfalls noch erforderlich, die Warnblinkanlage einzuschalten und das Abblendlicht.

    Sonst bricht die Prozedur zu früh ab.

    Zudem würde ich dringen empfehlen, das befüllen tatsächlich nur mit einem Vakuum Gerät zu tätigen.

    Das Kühlsystem im B 58 ist so verschachtelt und komplex, das mit einfachem befüllen einfach die Gefahr besteht, dass es Hitzenester gibt und dass es die elektrischen Wasserpumpen beim Entlüftungvorgang nicht schaffen, diese Luftblasen mit hinaus zu fördern.

    BMW rät auch dringend davon ab, ohne Vakuumbefüllung das System zu füllen.

    Ich hab die Arbeiten schon hinter mir, weil ich ziemlich viel am Kühlsystem proaktiv getauscht habe. So ein Vakuum System gibt es mittlerweile für 60 € reicht vollkommen. Was man halt dazu noch braucht ist ein Kompressor.

    Hallo miteinander,

    Ich bin stiller mit Leser hier bis jetzt gewesen.

    Nun möchte ich mich auch ein wenig einbringen, da ich mir sicher bin, dass noch einige Reparaturen folgen wie zum Beispiel Austausch des Ölfilter Gehäuses, Wärme Management Modul und noch einiges mehr.


    Ich fahre nun schon den dritten Fünfer, zuerst E 34, gefolgt von E 60, und nun den G 30.

    In der Regel repariere ich alles selbst. Bei allen dreien hatte ich immer ein relativ frühes Modell der Serie.


    So auch jetzt mit dem G 30, es ist ein 2017er

    540 I.

    Bevor ich mir das Auto vor drei Jahren gekauft hatte, hatte ich mich Monate lang mit den Problemen der Baureihe beschäftigt aber da sie ja noch relativ jung waren, sind noch nicht so viele rausgekommen.

    Nun gibt es auch einige Schwachstellen, die jetzt bekannt sind, gerade beim doch so hoch geliebten B 58 Motor auch.

    Der Motor ist großartig. Keine Frage, aber das Kühlsystem fast schon traurig mit den ganzen Kunststoffteilen.

    Fast alles, was im Internet so behandelt wurde, kommt früher oder später auf einen selbst auch so zu.

    So meine Erfahrungen bis jetzt.

    In dem Fall betrifft es jetzt das adaptive Fahrlicht.

    Es begann damit, dass es sporadisch nicht über die Taste zum Einschalten war.

    Nach ein bisschen recherchieren, war mir schon klar, dass es ein Kabelbruch sein könnte im Lenk Stockhebel.

    Leider gibt es den Hebel nicht einzeln zu kaufen, sondern nur das komplette Schalt Zentrum für 650 €+ Arbeit also bei BMW ein guter tausender.

    Nun hab ich mich mal ans Werk gemacht und das Schalt Zentrum ausgebaut.

    Optisch waren die Kabel in Ordnung. Im Gegensatz zu manchen Bildern, die ich im Internet gefunden hatte, waren sie auch farblich sortiert und nicht einfarbig alle. Ich habe angefangen zu messen und festgestellt, dass das Gelbe eine Unterbrechung hatte.

    Ich hab dann entsprechendes Kabel an allen dreien neu ein gelötet und alles wieder zusammengebaut.

    Ich kann eigentlich nur empfehlen, bei der Arbeit tatsächlich das Schalt Zentrum auszubauen, weil ich habe gesehen. Einige machen das tatsächlich im Auto, in dem sie nur die Verkleidung ums Lenkrad demontieren. Ich habe es zum Glück auch so hinbekommen, dass ich den Blinkerhebel wieder zusammenklicken konnte, ohne dass ich irgendwie Klebeband oder Schrumpfschlauch drum binden musste. Jetzt muss ich mal schauen, wie auf Dauer das Ganze hält, da ich nun weiß wie der Stecker aussieht und was für Dimensionen die Originalkabel haben, würde ich bei einer nochmaligen Reparatur auf der kleinen Platine der Taster direkt die neuen Kabel anschließen und die alten auslösen. Ich habe die kleine Elektronik, die am Taster direkt sind, ebenfalls aus dem Hebel ausgebaut.

    Ich habe übrigens bei der Arbeit sowohl die Haupt Batterie hinten im Kofferraum und auch die kleinere vorne rechts beide abgehängt.

    Natürlich war der Bordcomputer danach Resetet

    IMG_9676.jpgIMG_9665.jpgund die

    Uhrzeit weg aber eine Probefahrt hat ergeben, dass der Rest alles funktioniert hat. Weiterhin. Ich musste nichts initialisieren, kein Schiebedach, keine Fensterheber, nichts.

    Beste Grüße.

    Clemens