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Ich kann hierzu meine persönliche Erfahrung mit meinem G30 und dem ZF-8HP beisteuern.
Ich habe den Getriebeölwechsel jetzt bei rund 129.000 km selbst durchgeführt. Hätte ich das Fahrzeug bereits bei 80.000 km besessen, hätte ich den ersten Wechsel vermutlich auch schon damals gemacht.
Mein Fahrprofil ist allerdings sehr getriebefreundlich: praktisch ausschließlich Langstrecke und Autobahn, aktuell rund 160 km täglich. Auch der Vorbesitzer ist überwiegend längere Strecken gefahren. Allein in den letzten sieben Monaten habe ich rund 40.000 km zurückgelegt.
Beim Wechsel kamen bei mir ungefähr 4,5 Liter Öl heraus. Besonders interessant fand ich den Zustand der Ölwanne und der Magnete: Keine groben Partikel, keine goldfarbenen oder auffällig glänzenden Metallpartikel und auch sonst nichts, was für mich auf außergewöhnlichen Verschleiß hingedeutet hätte. An den Magneten befand sich lediglich die typische graue, feine Abriebmasse. Für 129.000 km machte das Ganze auf mich einen absolut unauffälligen Eindruck.
Probleme mit dem Getriebe hatte ich auch vorher nicht – es hat sauber und unauffällig geschaltet. Trotzdem konnte ich nach dem Ölwechsel tatsächlich einen Unterschied feststellen. Die Schaltvorgänge wirken insgesamt noch etwas weicher. Besonders im unteren Geschwindigkeits- und Drehzahlbereich, beispielsweise im Stadtverkehr, hält das Getriebe die Gänge nach meinem Eindruck konstanter. Vorher hatte ich teilweise das Gefühl, dass etwas früher zurückgeschaltet wurde, um die Drehzahl anzuheben.
Bei meinem früheren Audi A6 3.0 TDI hatte ich dagegen eine komplette Automatikgetriebespülung durchführen lassen und konnte anschließend praktisch keinen Unterschied feststellen.
Für mein persönliches Fahrprofil sehe ich deshalb aktuell keinen Grund, beim G30 zwingend eine Spülung durchführen zu lassen. Ich würde es wieder genauso machen und künftig mit normalen Ölwechseln weiterarbeiten.
Mein Plan wäre, nach weiteren ca. 60.000 km zunächst das Öl abzulassen, anschließend wieder etwa 3,5–4 Liter Frischöl einzufüllen und das Fahrzeug eine gewisse Strecke zu bewegen. Danach würde ich einen zweiten Wechsel mit erneuter Befüllung sowie einer neuen Ölwanne bzw. neuem Filter durchführen. Damit würde ein nochmals größerer Anteil des alten Öls ersetzt, ohne eine klassische Spülung durchzuführen.
Das ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung und lässt sich nicht pauschal auf jedes Fahrzeug übertragen. Bei viel Anhängerbetrieb, Kurzstrecke, hoher thermischer Belastung oder einem insgesamt ungünstigeren Fahrprofil kann die Situation entsprechend anders aussehen.
Für meinen G30 mit überwiegender Langstrecke würde ich nach dem jetzigen Ergebnis aber jederzeit wieder den normalen Getriebeölwechsel bevorzugen.