Aktoren waren es nicht, Probefahrt war negativ.
Morgen früh teste ich dann erneut mit getauschten Zündspulen.
Den Luftmassenmesser konnte ich heute testen, seine Werte bzgl. Luftmenge und Temperatur verhalten sich nominal.
Schade. Wären es nicht die Zündspulen, wirds langsam schwierig.
Wenn ich morgens starte rasselt nichts. Kein schaben oder keine sonstigen auffälligen Geräusche.
Der Motor liefert auch normal seine Leistung.
Ich teste das aber morgen nochmal, was Gemini dazu sagt.
Da du Zugriff auf ein Diagnosegerät hast, ist das der sicherste Weg. Hier ist die genaue Vorgehensweise, wie du die Werte interpretierst, wenn du sie auf dem Bildschirm siehst:
Schritt-für-Schritt Diagnose
- Motor auf Betriebstemperatur bringen: Die Steuerzeiten sollten immer bei warmem Motor (Öltemperatur ca. 80-90°C) im Leerlauf geprüft werden, damit das Öl dünnflüssig genug für die VANOS-Versteller ist.
- Live-Daten auswählen: Suche nach den Bezeichnungen "Adaptionswert Einlassnockenwelle" und "Adaptionswert Auslassnockenwelle". In manchen Programmen heißen sie auch "Phasenlage".
- Die Werte prüfen:
- 0° bis ±3°: Alles perfekt. Die Kette ist straff.
- ±4° bis ±6°: Die Kette beginnt sich zu längen. Du solltest die Ölwechselintervalle verkürzen (max. 10.000 km) und das Kaltstartrasseln genau beobachten.
- Ab ±7°: Die Grenze ist erreicht. Meist wird hier schon der Fehlercode "Kurbelwelle zu Nockenwelle Korrelation" abgelegt.
Worauf du beim Auslesen achten musst:
- Vorzeichen: Eine gelängte Kette führt fast immer zu Werten im Minus-Bereich (z. B. -5,8°), da die Nockenwelle durch die längere Kette "später" (also nach der Soll-Markierung) an der Sensorposition ankommt.
- Differenz der Wellen: Wenn beide Wellen (Einlass und Auslass) fast den gleichen hohen Minuswert haben (z. B. beide bei -5°), ist die untere Kette (Kurbelwelle zu Zwischenrad) gelängt. Weicht nur eine Welle stark ab, liegt es eher an der oberen Kette oder einem defekten VANOS-Versteller.
Wichtiger Hinweis zum "Löschen"
Wenn du die Adaptionswerte löschst, werden die Zahlen kurzzeitig auf 0° springen. Fahre dann ca. 10–20 Kilometer. Das Steuergerät lernt die reale Position der Wellen schnell wieder an. Wenn die hohen Minuswerte danach sofort wieder da sind, hast du die Bestätigung: Es ist eine mechanische Längung und kein elektronischer "Schluckauf".
Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn du die Werte ausgelesen hast, achte auch auf den Öldruck-Soll/Ist-Vergleich. Ein zu niedriger Öldruck kann dazu führen, dass der Kettenspanner nicht fest genug drückt, was die Kette über die Zeit schneller verschleißen lässt.