Der Unterschied beim Leistungs- und Drehmomentverlauf vom Benziner und Diesel wird doch seit Jahren so durch Motorsoftware und unterschiedliche Getriebe- und Diffübersetzung kaschiert, dass das Thema Kraftentfaltung und Durchzug kein Thema mehr ist. Das ist fast vollständig subjektiv und ähnlich starke Motoren haben ähnlich starke Fahrwerte.
Totschlagvorteil beim Diesel bleiben immer die Kraftstoffkosten bei hohen Geschwindigkeiten. Die Vorteile des Benziners sind enorme Laufruhe bei wenig Last und Sound beim Beschleunigen - beides wird heutzutage zwar auch stark kaschiert, ein feines Popometer erkennt aber immer den Unterschied.
Ich fahre selbst Diesel, muss aber sagen, dass wenn man sich gleichermaßen mit beiden Motorkonzepten auseinandersetzt, gerade bei modernen Autos die Vorteile des Benziners überwiegen:
- bei moderaten Fahrstil ähnlich niedrige Verbräuche
- Laufruhe, dass man denkt man fährt Elektro
- Sound aus dem Auspuff bei Last
- Drehmoment schon knapp über 1000U/min
- einfacher mehr Leistung möglich
Die Diesel haben allein wegen ihrem höheren Wirkungsgrad und dementsprechend selteneren Tankstopps beim Vertreter-Fahrstil immer ihre Berechtigung, aber spätestens mit Euro 6d und regelmäßig kaputten DPFs noch weit vor 100tkm macht der Diesel für die meisten Privatpersonenen, die ihr Auto lange behalten wollen, keinen Sinn. Klar - wer unbedingt einen Diesel haben will, wird ihn kaufen - aber man muss ehrlich zugeben, dass es keinen Spaß macht, wenn man von seiner Sonntags-Diesel-Spaßfahrt in seinen Heimatort reinrollt, und 500m vor der Garage die DPF-Regeneration startet.