Hier muss unterschieden werden welcher Kreislauf erwärmt wird.
Der El. Zuheizer (G-Modell) erwärmt wie ein Heizlüfter nur die Innenraumluft . Er sitzt nicht im Kühlmittelkreislauf sondern Im Klimakreislauf und entzieht damit dem Motor in der Warmlaufphase keine zusätzlichen Energie.
Er kann nicht als Standheizung genutzt werden, bei 1-2 kw Leistung macht das keine Batterie lange mit, abgesehen von Hybrid / BEV aber da ist das Klimasystem eh elektronisch.
Bei einem Kraftstoff-Zuheizer (E-Modell) wird der kl. Kühlmittelkreis erwärmt an dem auch der Wärmetauscher für den Innenraum hängt.
Wikipedia: „Der elektrische Zuheizer bei modernen BMW-Dieselmotoren dient primär dazu, die kalte Innenraumluft direkt nach dem Kaltstart schnell aufzuheizen und die Windschutzscheibe zu entfrosten. Da moderne Dieselmotoren einen sehr hohen thermodynamischen Wirkungsgrad besitzen, erzeugen sie in der Warmlaufphase kaum nutzbare Abwärme für das Kühlwasser. Ohne den Zuheizer würde es im Winter extrem lange dauern, bis warme Luft aus den Lüftungsdüsen strömt.“
Ergänzungen von Tante Google:
Zeit bis zur Betriebstemperatur
- Moderne Diesel: Brauchen trotz Gegenmaßnahmen deutlich länger (oft 15 bis 20 Kilometer Fahrt), um die echte Öltemperatur von ca. 90 °C zu erreichen.
- Alte Diesel: Erreichten die Betriebstemperatur oft schon nach 5 bis 10 Kilometern, da der Motorblock sich durch die hohe Verlustwärme sprunghaft selbst aufheizte.
Temperaturentwicklung
- Moderne Diesel: Das Kühlwasser wird durch komplexe Thermomanagement-Systeme (schaltbare Wasserpumpen, Kennfeldthermostate, Kühlerjalousien) künstlich im Motorblock eingesperrt. So steigt die Wassertemperatur zwar zügig, das Motoröl hinkt der Temperatur aber extrem hinterher.
- Alte Diesel: Wasser und Öl erwärmten sich gleichmäßiger und "natürlicher", da der gesamte Gussblock gleichmäßig von der überschüssigen Verbrennungswärme durchflutet wurde.
Verbrauch in der Warmlaufphase
- Moderne Diesel: Der Verbrauch ist auch im kalten Zustand erheblich niedriger als früher. Durch extrem feine Mehrfach-Einspritzungen (Piezo-Injektoren mit bis zu 2.500 bar) und Leichtlauföle (z. B. 0W-20 oder 0W-30) wird die Reibung minimiert und der Kraftstoff hocheffizient verbrannt.
- Alte Diesel: Hatten in den ersten Minuten einen extremen "Kaltstart-Schluckspecht-Effekt", da die mechanische Reibung (zähflüssigeres 5W-40 oder 10W-40 Öl) und die unvollständige Verbrennung viel Kraftstoff kosteten.
Verschleiß
- Moderne Diesel: Das Risiko für Verschleiß ist bei häufigem Kurzstreckenbetrieb höher. Weil der Motor so langsam warm wird, droht bei viel Kurzstrecke eine Ölverdünnung (durch unverbrannten Diesel bei abgebrochenen Partikelfilter-Regenerationen). Zudem reinigen sich die Abgassysteme (AGR, DPF) im kalten Zustand schlechter, was zu Verkokung führt.
- Alte Diesel: Vertrugen Kurzstrecken mechanisch oft besser, da sie schneller warm wurden und keine sensiblen Abgasnachbehandlungen (wie DPF oder AdBlue) besaßen, die auf hohe Temperaturen angewiesen sind