Beiträge von AgeC_orange

    Grundsätzlich ist es dem Getriebe egal, welche Kraftquelle das eingehende Drehmoment erzeugt. Auch ist eine Getriebeölspülung keineswegs verpflichtend oder lebensnotwendig, sondern eher empfehlenswert.


    Wie du schon richtig sagst, wirst du höchstwahrscheinlich sehr gemäßigt unterwegs sein - das reduziert natürlich den Verschleiß. Problematisch ist hier eher die stetig niedrige Getriebeöltemperatur, welche die Ansammlung von Kondenswasser begünstigt. Der Getriebeentlüfter hat zwar eine PTFE-Membran, dennoch lässt sich das Anfallen von Kondensat nie gänzlich vermeiden.


    Persönlich würde ich dir zu einer Spülung raten - viel wichtiger beim PHEV sind aber deutlich verkürzte Wechselintervalle des Motoröls (~15tkm), da die Anzahl der Kaltstarts und sprungartig einsetzenden Belastung gegenüber reinen ICE-Fahrzeugen deutlich höher ist.

    Update.


    Balgen verbaut, zack Kompressor beim hochpumpen ausgefallen, dauert wieder paar Tage und wieder 600€ weniger in der Tasche.

    Oh man, das ist echt ärgerlich... Der defekte Balg wundert mich aber - die Vibracoustic-Dämpfer sind (im Gegensatz zum F11) doppelt geschirmt und sollten den Balg deutlich haltbarer machen. War wohl keine zielführende Maßnahme...

    Dass der Kompressor bei Überbelastung dann die Grätsche macht, ist natürlich das nächste Ärgernis. Rein aus Interesse: Wie lange bist du schon mit dem absinkenden Heck unterwegs?


    Bis dato war mein Infostand, das links/rechts getrennte Druckkreisläufe mit jeweils eigenen Stellventilen sind. Somit DÜRFTE sich ein defekter Dämpfer nicht auf den anderen auswirken - eventuell liegt hier aber meinerseits gefährliches Halbwissen vor :/

    Die Sprengsicherung wird ausgelöst haben, durch das Überbrücken sieht der Batteriesensor den Ladestrom nicht mehr = Laden wird gesperrt.

    Du musst das Modul komplett ersetzen, damit der Batteriesensor wieder funktioniert, ein offensichtlich abgesprengtes Kabel entsteht dadurch nicht. Wie das beim Thema 48V Bordnetz noch zusätzlich aussieht, kann ich leider nicht beantworten --> vermutlich wird es hier aber ebenfalls eine Notfallsicherung geben.


    Bei BMW gibt es aber einen Arbeitsplan (z.B. im TIS), welcher die Abarbeit nach einem Crash mit Airbagauslösung beschreibt - idealerweise über eine freie Werkstatt oder direkt von BMW organisieren (Alternativ bei gängigen Onlineplattformen).

    Moderne Fahrzeuge sind hier leider ein echter Fluch, da neben dem eigentlichen Schaden sehr hohe Sekundärkosten durch Sicherheitseinrichtungen entstehen.


    Viel Erfolg bei der Reparatur!

    Eine Reibscheibe hilft aber nicht beim Zentrieren. Vermutlich setzt man die ein, wenn das Drehmoment sehr hoch ist, um den Kraftschluss zu verstärken.

    Exakt so ist es - die Radschrauben dürfen nicht auf Scherung belastet werden. Das Drehmoment muss immer über die Reibung zwischen der Auflagefläche Radnabe -> Felge erfolgen. Diese Reibscheibe war ursprünglich auch nur für die M-Modelle gedacht, welche auf der Rennstrecke hochdynamisch bewegt werden und dort mit entsprechend dynamischen Drehmomentamplituden zu rechnen ist.

    Der Einsatz in normalen Fahrzeugen war nie vorgesehen und es hilft auch nicht bei jedem, das Vibrations-Problem in den Griff zu bekommen.


    Das Rad sollte eigentlich über die Nabe zentriert und über die Schrauben fixiert werden. Aktuell scheint es aber so, dass die Zentrierung über das Anziehen der Radschrauben und den Konussitz erfolgt - mal besser, mal schlechter, je nachdem, in welcher Strategie man die Schrauben anzieht... Definitiv nicht zufriedenstellend!

    Hi Alain und willkommen im Forum!


    Tatsächlich sind die G3x empfindlich, besonders bei Vibrationen im Antriebsstrang. Viele merken es speziell im Bereich von 120-130 km/h, hier ist meist eine schlechte Zentrierung der Felgen auf der Radnabe die Ursache (Radnabenzentrierung mit zu viel radialspiel)


    ABER: Der G3x reagiert auch stark bei geometrischen Problemen an den Reifen (Höhenschlag, Sägezahn, schlechte Wuchtung, etc.). Hier gibt es spezielle Wuchtgeräte (z.B. Hunter), welche geometrische Fehler des Reifens erkennen und durch Drehen des Reifens auf der Felge beheben können. Dieses kann durchaus auch ein Wummern erzeugen, wobei akustische Fehler auch nichts anderes sind, wie eine Vibration/Schwingung.


    In deinem Fall würde ich:

    1. als erstes die Räder an er Hinterachse z.B. durch den Winterradsatz tauschen, um zu erkennen, ob der Fehler damit zusammenhängt. Wenn die Sommerräder nicht laufrichtungsgebunden sind, kann ein Tausch von links/rechts ebenfalls helfen.

    2. Das Auto auf der Hebebühne fixieren und anheben. Dort auf 90km/h beschleunigen --> Ist das Wummern weiterhin hörbar oder sogar Schwingungen an den Reifen optisch erkennbar?

    3. Radlager überprüfen! Diese können bei der Laufleistung durchaus verschlissen sein und erzeugen ebenfalls wummernde / dröhnende Geräusche, wenn sie defekt sind. In diesem Fall muss die Premium Selection greifen.

    Zu guter letzt , Glück für die , die ne AHK nachträglich verbaut haben , denn da entfallen die zusätzlichen 150kg..

    Und es gelten eben 1455kg achslast …

    Leider nein, nicht so ganz... :| Siehe mein Fahrzeugschein als Beispiel:

    G31_525d_Fahrzeugschein.JPG

    Auch hier werden beim AHK Betrieb pauschal +130kg Achslast im Schein ausgewiesen, womit in einem Fall 1565 kg wären. Und das, obwohl ab Werk keine AHK verbaut war (OEM-AHK wurde von mir nachgerüstet)

    Also, da muss eventuell technisch etwas detaillierter erklärt werden, was da so beim Kaltstart passiert - ein EU6 Diesel ist aber ohne Zweifel sauberer, als ein EU5 Diesel.

    Wie wird das erreicht?


    1.) Die Kaltstartphase wird durch eine künstlich "ineffiziente" Verbrennung (spätes Einspritzen) verkürzt
    --> Die Abgastemperatur erhöht sich deutlich, das Fahrzeug verbraucht in dieser Phase etwas mehr Treibstoff, bis um die notwendige thermische Energie in den Katalysatoren bereitzustellen (Kat-Heizphase). Bei Benzinern wird dies z.B. ebenfalls durch einen späten Zündzeitpunkt, höhere Leerlaufdrehzahl und offene Abgasklappen erreicht.

    --> Die Katalysatoren wandeln jetzt Schadstoffgase deutlich schneller in CO2, N2 und H2O um, ohne dass die Abgasanlage vollständig durchgewärmt ist. Der Wasserdampf kühlt nach den Kats immer weiter aus, bis er wieder sichtbar wird = viel weißer Rauch beim Diesel / Benziner und tropfendes Kondenswasser.
    Dies ist ein Zeichen eines sehr gut und schnell funktionierenden Abgasnachbehandlungssystems.


    2.) Die Abgastemperatur wird im Dauerbetrieb auf einem höheren Level gehalten

    --> Um den weit hinten liegenden SCR Kat ausreichen wärmen zu können, muss im Niedriglastbereich das Abgas auch bei Betriebstemperatur zusätzlich erwärmt werden (Zieltemperatur >300°C). DAS machen die EU4/5 Diesel nicht = etwas höherer Verbrauch beim EU6 Diesel
    --> Der SCR Kat kann nicht weiter vorne positioniert werden, da im Regenerationszyklus des DPF die dann kurzzeitig anliegenden >600°C Abgastemperatur den SCR Mixer und Kat schädigen würden. Ein Zielkonflikt, welcher auf Kosten des Verbrauchs gelöst wurde


    3.) Der höhere Gegendruck des EU6 Abgasstrangs treibt den Verbrauch zusätzlich höher
    --> Am Ende ist die Reduktion von Schadgasen wie NOx / CO / HC wichtiger, wie die Gesamtreduktion von CO2. Daher wird ein etwas höherer CO2 Ausstoß = höherer Gesamtverbrauch eher in Kauf genommen.
    --> EU4/5 Diesel können somit im Realbetrieb sparsamer sein, wie moderne EU6 Diesel. Bei noch älteren Dieselmotoren fehlt es i.d.R. an Effizienz, welche besonders mit der modernen Common-Rail-Technik drastisch zugenommen hat.


    Zu deinem AdBlue-Verbrauch: Die Anzeige zeigt tatsächlich erst ab einer gewissen Fehlmenge überhaupt etwas an. Normalerweise liegt der Verbrauch zwischen 0,05 - 0,1 Liter AdBlue auf 100km. Wenn du tatsächlich das 10-Fache verbrauchen solltest, würde das System dies längst als abgasrelevanten Fehler abgelegt haben = gelbe MKL

    Ausnahme wäre natürlich, dass die Kennfelder der DME inklusive AGR-Rate manipuliert wurden. Die höheren NOx Emissionen müssten dann durch drastisch mehr AdBlue ausgeglichen werden, was im Realbetrieb aber viel zu träge ist.