Du liegst absolut richtig - die WÜK wird schnellstmöglich geschlossen, wenn die Drehzahldifferenz zwischen Kurbelwelle und Getriebe eine gewisse Schwelle unterschreitet und auch nur dann arbeitet der Torsionsdämpfer.
Ist die WÜK offen (i.d.R. nur beim Anfahren) werden Drehschwingungen durch den Wandler nahezu ideal herausgefiltert, allerdings auf Kosten von mehreren Prozent Schlupf im Antriebsstrang und viel Verlustwärme ins Getriebeöl. Allerdings liegt in diesem Zustand eigentlich nie volles Drehmoment am Antriebsstrang an, selbst beim Sprintstart nicht - und wenn, dann ist der kritische Drehzahlbereich so schnell durchfahren, dass man die Schwingung kaum wahrnehmen würde...
Hintergrund zu dem Thema:
Schaltfahrzeuge haben i.d.R. ein ZMS mit Torsionsdämpfer, die Funktion ist hier sehr ähnlich, bei der WÜK dient der Wandler als Schwungmasse. Wenn nun zu ambitioniert per Chiptuning gespielt wurde, ging das ZMS aufgrund zuviel Drehmoments auf Block - Ergebnis waren deutliche Vibrationen beim Abrufen des maximalen Drehmoments, i.d.R. eben genau im Bereich von 2000 U/min, mit allen Seiteneffekten, die dadurch entstehen.
Die Torsionsschwingungen sind natürlich 1:1 die Drehungleichförmigkeit / Zündpulse des Motors, was dann für Fehlinterpretationen sorgen kann.
Aber das ist derzeit alles reine Theorie. Natürlich kann auch schlicht ein defekter Riementriebdämpfer für solche Vibrationen verursachen, aber die wären dann IMMER bei der Drehzahl spürbar...