Beiträge von Kupferzupfer

    Verstehe die Verkaufsmotivation nicht so ganz. Wenn Du so wenig fährst, tankst Du doch eh nur 1 x im Monat und bist Du von den gestiegenen Kraftstoffpreisen kaum betroffen.


    Ein Privatverkauf ist immer schwierig bei einer Preisvorstellung jenseits von 20000 Euro. Typische Gebrauchtwagenkäufer sind bei solchen Summen raus, von den verbleibenden haben viele Angst, ohne Gewährleistung zu kaufen oder Du hast keine Lust auf Geschäfte mit denen.

    Zudem ist bei älteren Fahrzeugen die Gefahr, vom Verkäufer verarscht zu werden, nochmal um ein Vielfaches höher als bei einem seriösen Gebrauchtfahrzeug.


    Von dem Gedanken, das es billiger sein könnte, alte Autos am Leben zu halten statt den Wertverlust eines neueren zu finanzieren, kann man sich allmählich auch verabschieden, wenn über 10 Jahre alte Autos kaum weniger kosten sollen als Dreijährige und für fünfstellige Beträge angeboten werden.

    Völlig unwichtig sind Privatkunden nicht. Wenn ein Auto, für das keiner (mehr) eine Leasingrate bezahlt, monatelang auf dem Hof steht und gegen Hagel und Entwendung versichert werden muss, verdient weder eine Niederlassung noch ein Vertragshändler Geld daran. Stattdessen entstehen Kosten. Daran ändert sich nichts, wenn sich das gebundene Kapital auf Herstellungskosten abzüglich bereits erhaltener Zahlungen beschränkt.

    Ich würde wohl einen leicht gebrauchten Mercedes CLE nehmen, wenn man mich zur Anschaffung eines viersitzigen Cabrios verdonnert. Wahrscheinlich als 220d, den gibt es derzeit bestimmt recht günstig. Der F23 war auch schick, aber nicht wirklich viersitzig.


    Konnte mich mit Offenfahren nie anfreunden, Coupe ohne B-Säule ist aber ok.

    Der Transport des Rohöls und des fertigen Kraftstoffs kostet jetzt doch auch etwas mehr. Und das Verbot mehrfacher Preisänderungen am Tag muss natürlich wie fast jede Verbraucherschutzmaßnahme auch vom Verbraucher bezahlt werden.

    Als ich Wehrpflichtiger war, kostete ein Liter Superplus, damals die gängige Sorte zum Herunterfahren der alten, katlosen Autos, um die 1,35 DM. Kurz vorher wurde die Kfz-Steuer für katlose Autos von 13,20 DM auf 18,80 DM pro 100 cm2 erhöht. Das war Belastung durch den Staat aufs feinste, und wenn Politiker ernsthaft die Umwelt schützen wollten gäbe es keine kriegerischen Auseinandersetzungen. Manch katloses Auto aus den 1980er Jahren fährt vermutlich heute noch irgendwo in der 2./3. Welt herum.


    Bereits zu dieser Zeit wurde von einigen ständig über wachsende finanzielle Belastung gejammert. Weniger oder kraftstoffsparender gefahren ist deshalb kaum einer und auf seine Individualmobilität verzichtet hat auch keiner. Ähnlich war es mit dem Rauchen, wenn die 19er Schachtel von 4 DM auf 4,30 DM verteuert wurde, hat man sich vielleicht noch mit Ware zum alten Preis bevorratet.


    Damals wie heute gab es einkommens- und oder vermögensstarke Menschen, die sich um solche Preiserhöhungen scheren oder sie in ihr Einkommen einpreisen. Wenn man einen späten G30 statt eines frühen G60 gekauft hat, ist der Kraftstoff für die Haltedauer durch die Kaufpreisersparnis quasi schon bezahlt.


    Eine Verhaltensänderung wird erst bei einem Literpreis von 6-7 Euro einsetzen.

    Finde beide gut und den G99 am besten. Nachfolger für den 5er wird aber wohl eher ein kleineres Auto, G42 oder als stadttaugliche Universallösung ein U10/U11, wenn ich mich wegen explodierender Anschaffungs- und Vorhaltekosten auf ein Auto reduzieren muss.